Heimatverein Waake-Bösinghausen e.V.

Am 12. Oktober 1979 gründeten 21 Bürgerinnen und Bürger aus Waake und Bösinghausen den Heimatverein Waake-Bösinghausen e.V.

Die Aufgaben des Heimatvereins, dem heute 145 Mitglieder angehören, sind vielfältig. Die Aufarbeitung der Ortsgeschichte und das Festhalten des gegenwärtigen Ortsgeschehens gehören ebenso dazu wie der Bereich der Dorfverschönerung und der Erhalt des geschicht­lich gewachsenen Ortsbildes. Aber auch die Landschaftspflege und der Natur- und Land­schaftsschutz sind satzungsmäßige Aufgaben. Nicht zu vergessen ist auch die Pflege und der Erhalt alter Traditionen.

Die Lage beider Ortsteile in der landschaftlich reizvollen, von Land- und Forstwirtschaft geprägten Umgebung bietet den Bewohnern von Waake und Bösinghausen eine angenehme Lebensqualität. Auch hierfür leistet der Heiamtverein seinen Beitrag, zum Beispiel durch das Aufstellen von Ruhebänken und Schaukästen mit Informations- und Wanderkarten. In Bösinghausen wurde eine Wassertretstelle hergerichtet und in Waake der Platz "Am Brunnen vor dem Tore" neu gestaltet.

Immer wieder veranstaltet der Heimatverein Museumsfeste, mal an der Kirche, mal auf dem Gutshof, und verbindet dies wenn möglich mit besonderen Themen, wie z.B. eine Oldtimer-Präsentation.

Regelmäßig bietet der Heimatverein Wanderungen in die nähere Umgebung an. Dabei werden natur- und heimatkundliche Themen angesprochen. So ist Gelegenheit für Jung und Alt, für Neubürger und Alteingesessene, die Heimat näher kennen zu lernen.

 

Vorträge zu verschiedenen natur- und heimatkundlichen Themen und der regelmäßig in Bösinghausen stattfindende Lagerfeuerabend runden das Bild ab.

 

Das Heimatmuseum neben der Kirche

 

Im Heimatmuseum direkt neben der Kirche können Sie viele alte und in liebevoller Arbeit restaurierte Schätze aus längst ver­gangenen Tagen neu entdecken. Das Heimatmuseum wurde im April 1994 nach 2-jähriger Vor­bereitungszeit vom Heimatverein eröff­net. In dem Gebäude befand sich bis 1956 die Dorf­schule und von 1956 bis 1992 der Kinder­garten. Der konnte 1992 in ein neues Gebäude um­ziehen.

Im Museum erhalten Sie Einblicke in den dörflichen Lebensalltag unserer Großeltern und Urgroß­eltern. Neben der Geschichte der Dorfentwicklung von Waake und Bösinghausen wird auch die jüngere Dorfentwicklung anhand vieler Fotos vorgestellt. Dörfliches Brauchtum und das Vereins­leben am Beispiel des Gesangvereins und des Sportvereins sind Teil der Ausstellung. Bemerkens­wert ist die alte Kirchturmspitze aus dem Jahr 1836 und deren Inhalt von 1904, der in einer Vitrine ausgestellt ist.

Dörfliches Handwerk und Broterwerb sind Be­stand­teil zweier weiterer Ausstellungsräume. Hier er­fahren Sie Wissenswertes u.a. über die Waaker Leineweber; anschaulich gemacht an einem histo­ri­schen Webstuhl und zahlreichen Exponaten aus Waaker Leinen (Bett­wäsche, Nachthemden, Ge­schirr­­tücher u.a.m.). Auch die letzte Schusterwerk­statt von August Kulle und die originale Dorf­schmiede von Wilhelm Hartmann ge­hören ebenso dazu wie Arbeiten aus der Stell­macherei. Nicht zu vergessen sind die Steinarbeiter, die in den umliegenden Buntsandsteinbrüchen viele Jahre bei schwerster kör­perlicher Arbeit ein Zubrot zur kärglichen Land­wirtschaft fanden.

Weitere Einzelheiten siehe besonderes Kapitel !

Landwirtschaftsmuseum auf dem Gutshof von Wangenheim

Seit dem Jahr 2002 haben wir ein weiteres Museum aufgebaut. Auf dem Gut von Wangenheim erhal­ten die Besucher in einer Dauerausstellung einen um­fassenden Einblick in die bäuerliche Lebensweise in unserer Heimat. Hier finden sich im ehemaligen Kuhstall des Gutshofes auf einer Fläche von über 300 qm nahezu 1.000 gut erhaltene Ausstellungsstücke. Große und kleine historische Gerätschaften aus der Landwirtschaft, wie Ernte­maschinen, Acker­wagen, Eggen und vieles mehr, gehören zur Ausstellung ebenso wie eine herr­schaftliche Kutsche und ein Schlitten aus dem Privatbesitz des Freiherrn Adolf von Wangenheim.

Eine Besonderheit ist die vollständig erhaltene Haus­schlachterei mit einem Schlachtetisch, mit Dosen­­­­maschinen und vielen weiteren Werkzeugen. Auch die Samm­lung historischer Wasch­maschinen, vom Waschbrett zur drehkurbelbetriebenen Wäsche­schleuder bis hin zu dampf­betriebenen Trommeln ist bemerkenswert.

Das Kleinod unserer Ausstellung ist die liebevoll eingerichtete Bauernküche mit ihren Töpfen, Pfannen und Sieben. Kaffee- und Getreide­mühlen ergänzen die Küchen­utensilien. Auch ein altes Bett ist ausgestellt und sogar ein Original-Plumpsklo ist vorhanden.

Weitere Einzelheiten siehe besonderes Kapitel !

Der Heimatverein schätzt sich glücklich, zwei außergewöhnliche Museen betreiben zu können. Wir wollen die heimatkundlichen Sammlungen weiter ver­vollständigen. Hierzu sind wir auf die Mithilfe aller angewiesen. Deshalb möchten wir alle Heimatfreunde bitten, uns alte Gegenstände oder Fotos, Urkunden und ähnliches für das Museum zur Verfügung zu stellen, als Geschenk oder als Leihgabe. Wir freuen uns im Heimatverein über jeden, der uns unterstützt. Sei es durch Spenden dieser Art, sei es durch passive Mitgliedschaft. Besonders brauchen wir bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben natürlich die aktive Mitarbeit. Hierzu möchten wir alle - ob Jung oder Alt - ermuntern.