Das Landwirtschaftsmuseum auf dem Gutshof von Wangenheim

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Hier können Sie eine aktuelle Information zu unserem Projekt "Umzug des Landwirtschaftsmuseums in neue Räume" aus Mai 2019 anklicken:

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Konzept für das neue Landwirtschaftsmuseum
- Stand 28.03.2019 -

 

Gliederung:

  1. Ausgangslage
  2. Ein neuer Standort
  3. Konzept für das „neue“ Landwirtschaftsmuseum

 

  1. Ausgangslage

Das Landwirtschaftsmuseum hat sich in den letzten 15 Jahren zu einer eindrucksvollen Sammlung historischer Gegenstände der Land- und Hauswirtschaft entwickelt. Für diese Sammlung hatte uns Adolf Freiherr von Wangenheim auf seinem Gutshof dankenswerter Weise den ehemaligen Kuhstall zur Verfügung gestellt. Auf mehr als 400 qm erhalten die Besucher, darunter auch Schulklassen und Senioren­heime, einen um­fassenden Einblick in die bäuer­liche Le­bens­weise in der Vergangenheit in unserer Heimat. Man findet hier eine Vielzahl gut erhaltener histo­ri­scher landwirtschaftlicher Gerätschaften, wie Sä­- und Ernte­maschinen, Ackerwagen, Eggen und Pflüge. Auch eine alte und sogar noch funktionsfähige Dorf­schmiede ist ausgestellt. Ein besonderes Kleinod ist die liebevoll einge­richtete Bauernküche mit Töpfen, Pfannen und Sieben. Kaffee- und Getreide­mühlen ergänzen die Küchen­utensilien. Auch ein altes Bett nebst Wärmflasche und Nachttopf sind zu sehen und sogar ein Original-Plumsklo ist vor­handen. Ebenso werden Utensilien zur Hausschlachtung und Wurstherstellung gezeigt. Die jüngste Errungenschaft ist eine Sammlung alter Waschmaschinen. Außerdem gibt es auch eine beachtliche Kutschen­ausstellung.

Wir erfahren von den Bürgerinnen und Bürgern aus Waake, aber auch darüber hinaus großen Zuspruch für den Erhalt unseres Landwirtschaftsmuseums. Dies spornt uns an und wir wollen mit ganzer Kraft daran arbeiten, unsere Sammlung zu erhalten! Sie stellt in ihrer Gesamtheit ein wertvolles Kulturerbe dar, dass in unserer Region einmalig ist.

Das Museum hat inzwischen eine Bekanntheit weit über die Grenzen unserer Samt­gemeinde erlangt.

  1. Ein neuer Standort

Inzwischen hat es einen Eigentümerwechsel auf dem Gut gegeben. Der neue Eigentümer, Dr. Winno von Wangenheim, hat andere Pläne mit den jetzigen Räum­lichkeiten des Museums, so dass ein Umzug unausweichlich ist. Herr Dr. von Wangenheim hat uns angeboten, dass wir gern mit dem Museum an anderer Stelle auf dem Gutshof bleiben können.

Wir haben eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die sich mit dem Umzug des Landwirtschafts­museums beschäftigt. Mehr als 10 Personen engagieren sich hier. Nach intensiver Diskussion möglicher Standort-Alternativen und nach Abwägung aller Vor- und Nachteile ist die Entscheidung für die sog. Steinscheune gefallen. 

Die Steinscheune ist - allein von der ursprünglichen Nutzung – ideal für ein Landwirt­schaftsmuseum geeignet. Dieses ca. 150 Jahre alte denkmalgeschützte, ortsbildprägende Gebäude, direkt am Ortseingang an der ehemaligen B 27 gelegen, kann durch die Um­nutzung langfristig gesichert werden.

Gleichzeitig ist damit ein Fortbestand der großen Sammlung alter Gerätschaften aus der Land- und Hauswirtschaft und damit auch der Erhalt eines ganz besonderen Kulturerbes möglich.


Die Steinscheune muss von uns für eine Umnutzung als Museum allerdings umfangreich saniert werden. Das gilt sowohl für das Gebäude selbst als auch für den Innenausbau als Museum. Die vorliegenden Pläne des Architekturbüros für die Umgestaltung als Museum zeigen, dass die Steinscheune ein guter neuer Standort werden kann. Allerdings sind die geschätzten Kosten hierfür erheblich.

Zur Absicherung der erheblichen Investitionen wird ein langfristiger Nutzungsvertrag mit dem Eigentümer abgeschlossen.

  1. Konzept für das „neue“ Landwirtschaftsmuseum

Wir begreifen den notwendigen Umzug des Landwirtschaftsmuseums auch als eine Chance für die Neuausrichtung und Neugestaltung des Museums. Hierzu werden wir uns museums­pädagogische Beratung holen. Die Vermittlung des Kulturerbes der Vergangenheit speziell an jüngere Menschen soll dabei ein Schwerpunkt werden.

Das Museum soll auch zukünftig als ein ehrenamtlich geführtes Museum betrieben werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass für ein anderes Konzept erheblich höhere laufende Kosten entstehen würden, die - bei realistischer Prognose - nicht durch Eintrittsgelder gedeckt werden können und zu erheblichen jährlichen Defiziten führen würden. 

Wir werden eine regelmäßige Öffnung – z.B. an den Wochenenden – realisieren und die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren, um die Bekanntheit des Museums weiter zu erhöhen und weitere Zielgruppen ansprechen, wie z.B. kleinere Gruppen anlässlich von Familienfesten oder anderen Feierlichkeiten. Aber auch Vereine und Seniorenheime aus der Region sind eine Zielgruppe. Nach wie vor soll auch der Kontakt zu Schulen und Kindergärten gepflegt werden, ebenso zu den Jugendhilfe-Einrichtungen in der Region. Insbesondere werden wir auch die Zusammenarbeit mit den anderen Museen in der Samtgemeinde und mit der Regionalen Arbeitsgruppe LEADER Göttinger Land intensivieren.

Die neuen Räumlichkeiten und der Gutshof lassen neben Führungen aber auch andere Veranstaltungen zu. Wir denken hier z.B. an folgende Aktivitäten:

  • Museumsfeste
  • Oldtimer-Treffen
  • Vorführen alter Gerätschaften, z.B. im Zusammenhang mit der „Ernte früher“, mit der Tierhaltung, der Hausschlachterei oder der Wäsche
  • Vorstellung alter Handwerksberufe, wie z.B. Schmied, Weber, Bäcker, Tischler und Stell­­macher
  • Vortragsveranstaltungen / Lesungen
     

Hiervon werden wir in Zukunft auch vermehrt Gebrauch machen.

Sofern es vom Raumangebot realisierbar ist, werden wir auch unser zweites Museum, das kleine Heimatmuseum neben der Kirche, mit in das neue Landwirtschaftsmuseum integrieren. Zwei Museumsstandorte im Dorf sind auf Dauer nicht sinnvoll und sie verursachen auch vermeidbare Kosten.

Die inzwischen bestehende Projektgruppe, und das erkennbare Engagement anderer Heimat­freunde geben uns die Zuversicht, dass sich in Zukunft eine größere Gruppe für das neue Museum engagieren wird.

Einen Gastronomiebetrieb sehen unsere Pläne nicht vor. Sofern aber zukünftig an anderer Stelle auf dem Gutshof ein Café o.ä. entsteht, könnten hieraus durchaus gegenseitige Synergie-Effekte entstehen. Das Museum ist für ein Café interessant, aber umgekehrt ist dadurch auch mit mehr Museumsbesuchern zu rechnen.

 

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Hier ist der Bericht des Göttinger Tageblatts vom 19.01.2019 von unserer Informationsveranstaltung am 17.01.2019:

 

 

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Das Göttinger Tageblatt berichtete am 08.12.2018 über unser Projekt "Landwirtschaftsmuseum".

Hier ist der Artikel:

 

Wir haben am 24./25.11.2018 ein Informationsschreiben im Dorf verteilt.  Hier ist das Schreiben abgedruckt:

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GT-Artikel vom 20.03.2018:

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Eingang zum Landwirtschaftsmuseum auf dem Gutshof
Die alte Bauernküche
Innenansicht Dauerausstellung auf dem Gut